Unser heimatliches Ruderrevier: die Donau
Mit ihren 2850 Kilometern ist sie der zweitlängste Fluß Europas und
bietet somit ausreichend Möglichkeiten für Fahrten. Dass wir nicht die
ersten sind, die die Donau befahren, ist uns bewußt. Herodot erwähnt
urkundlich, dass schon 700 v. Chr. die Griechen den Unterlauf der Donau
(Istros) bis zum unüberwindlichen Eisernen Tor herauffuhren. Den
Oberlauf benutzten die Römer als einen ihrer wichtigsten Handelswege.
Ihr Name für die Donau, "Danubius", läßt sich auf den älteren
keltischen Begriff "Danuvius" zurückführen.Nicht weniger als 2588 km
der Donau sind schiffbar und wurden auch von Mitgliedern des RRK in den
letzten Jahren berudert. Unsere kleineren Fahrten finden zwischen
Neustadt und Straubing statt.Unsere täglichen Ausfahrten führen uns
stromaufwärts zum Schwalbennest, der Walba oder auch nach Matting.
Aufgrund des Motorbootverkehrs wird die Donau jedoch seltener befahren
als die für den Motorbootverkehr gesperrte Naab, die zwei Kilometer
oberhalb unseres Bootshauses in die Donau mündet.
Die Naab
ist ein ruhiger, äußerst reizvoller Fluß mit einem engen,
landschaftlich wundervollen Tal, umrahmt von Mischwäldern und sanften
Höhen, die immer wieder von bizarren Jurafelsen unterbrochen werden.
Von ihren 188 Kilometern ist aber nur ein Teil für uns Ruderer geeignet:
Ganz allgemein ab Kallmünz für versierte Wanderruderer, die auch
zahlreiche schwierige Übertragestellen nicht scheuen, ist die Befahrung
ab Luhe möglich
Unsere normalen Fahrten führen uns nach
Etterzhausen, Ebenwies, zur Klubwiese nach Penk oder auch nach
Pielenhofen, je nachdem, wie standhaft sich die jeweilige Mannschaft
den zahlreichen Gasthäusern am Ufer verweigert.
Zu erwähnen ist noch der Regen,
der Regensburg seinen Namen gab. Als linker Nebenfluß der Donau, der
aus dem Bayerischen Wald kommt, mündet er im Stadtgebiet von Regensburg
in die Donau. Zahllose Granitfelsen, Stromschnellen, Wehre und
schwankende Wasserstände machen ihn für Ruderboote schwer befahrbar,
obwohl seine landschaftliche Schönheit ein häufigeres Berudern mehr als
rechtfertigen würde. Am besten wird er, trotz teilweise starker
Strömung, flußaufwärts gerudert.
Bei der Vorstellung unseres Ruderreviers darf die Altmühl
nicht vergessen werden. Sie durchquert auf ihrem 220 Kilometer langem
Weg die reizvolle Landschaft des "Naturparks Altmühltal". Jährlich im
Frühjahr findet eine Wanderfahrt von Treuchtlingen nach Kelheim statt.
Verglichen
mit anderen Rudervereinen ist also der RRK mit "Ruderwasser" reich
gesegnet. Nimmt es wunder, dass er zu den führenden Wanderrudervereinen
in Bayern gehört? Seit 15 Jahren ist der RRK an erster Stelle,
was die geruderte Kilometerleistung anbetrifft. Wanderrudern ist hier
zumindest genauso bedeutend wie Rennrudern.
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